Kuba, Berufsschule des Stadthistorikers in Camagüey (abgeschlossen)

Die Studiosus Foundation e.V. unterstützt den gemeinnützigen Verein Camaquito e.V. seit vielen Jahren in Camagüey.

Kuba, Berufsschule des Stadthistorikers in Camagüey (abgeschlossen)
Foto: Camaquito e.V.

In die Berufsschule in Camagüey können Frauen und Männer zwischen 17 und 25 Jahren eintreten, die das 9. Schuljahr in Kuba erfolgreich abgeschlossen haben. Da viele Schulabgänger auf Kuba keinen Job finden, weil ihnen eine qualifizierte Berufsausbildung zum Handwerker fehlt, lohnt sich die Ausbildung in der Berufsschule in Camagüey, die 2 Jahre dauert, in vielerlei Hinsicht.

Nach Absolvierung der Berufsschule verfügen die Absolventen über einen Abschluss des 12. Schuljahres. Durch eine fundierte Ausbildung in einem Handwerksberuf will man den Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit geben, sich als Handwerkerin und Handwerker selbständig zu machen – zudem plant unsere Partnerorganisation Camaquito e.V. eine engmaschige Begleitung nach Abschluss der Ausbildung beim Schritt in die Selbständigkeit mit Unterstützung und Coachings zu Themen wie Business- & Finanzplanerstellung, Anmeldung eines Gewerbes, Klärung rechtlicher Frage, Marketing, Social Media und will somit eine Möglichkeit schaffen, die Jugendlichen im Land zu halten – mit verbesserten Arbeitsbedingungen, mehr persönlicher Freiheit und einem höheren Lebensstandard.

Foto: Camaquito e.V.

In den ersten 6 Monaten durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler eine Grundausbildung, danach werden sie in einer Fachrichtung ausgebildet. Nachmittags arbeiten sie im Berufsschulatelier oder als Praktikanten auf einer „Bau- oder Renovierungsstelle“ im alten Stadtkern von Camagüey.

Die Berufsschule hat Kapazität für 70 Jugendliche, die u.a. in den Bereichen Maurer, Schreiner, Gipser und Wandmalerei ausgebildet werden. Sieben vollamtliche Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in der Schule. Bisher wurden hier bereits über 400 Jugendliche ausgebildet.

Mit der Spende durch die Studiosus Foundation e.V. wurden vor allem Arbeitsschutzbekleidung (Schutzanzüge, -handschuhe, -brillen, -helme und Arbeitsschuhe) sowie Lern – und Lehrmaterialien (Lehrbücher, Computer o.ä.) eingekauft, um verbesserte Rahmenbedingungen für den Lernprozess zu schaffen.

Die seit Jahren sehr schlechte Wirtschaftssituation auf Kuba erschwert es der Schulleitung immer mehr, wichtige Rahmenbedingungen für einen optimalen Schulbetrieb zu garantieren. Die Berufsschule ist daher dringend auf ausländische Hilfe angewiesen.

Bisherige Förderprojekte mit Camaquito e.V.